Warum ich Emivita gebaut habe
Meine Geschichte — in 60 Sekunden als Film oder ausführlich zum Nachlesen.
Olli · Gründer von Emivita
Ich bin kein Arzt und kein Medizinjournalist. Ich bin jemand, der achtzehn Jahre lang Befunde gesammelt hat, in denen alles in Ordnung war, während es ihm nicht gut ging. Was daraus geworden ist, steht hier.
Die ganze Geschichte — Kapitel für Kapitel
Vom Fußballplatz in die Uniklinik
Mit 16 spielte ich U17 beim TSV Ampfing, und Fußball war das, worum sich mein Leben drehte.
Mit 21, im Sommer 2008, lief beim Hausarzt ein Ultraschall der Schilddrüse mit, reine Routine. Er wurde still, sah noch einmal hin und sagte einen Satz, den ich bis heute im Ohr habe: „So etwas habe ich noch nie gesehen." Zwei Tage später saß ich im Uniklinikum.
L-Thyroxin — und Beschwerden, die niemand einordnen konnte
Ich bekam 50 Mikrogramm L-Thyroxin, die niedrigste Dosis. Wenige Wochen später war ich ein anderer Mensch.
Schwindel, Druck im Kopf, eine innere Unruhe, die nicht mehr wegging. Ich war 21 und von einem Monat auf den anderen chronisch krank, ohne dass jemand sagen konnte, warum.
TSH, fT3 und fT4 lagen im Referenzbereich. Damit war die Sache für die Uniklinik erledigt: „Das ist nicht die Schilddrüse. Ausgeschlossen." Es folgten Neurologie, MRT, Kardiologie — alles unauffällig. Am Ende steht man mit einem Stapel Befunde da, in denen nichts steht, und mit Beschwerden, die trotzdem da sind.
Er zeigt, dass die Rückkopplung zwischen Gehirn und Drüse gerade kein zusätzliches Signal sendet. Mehr sagt er nicht.
Wie viel davon in der Zelle ankommt und dort wirkt, steht auf keinem Befund.
Dreizehn Jahre Eigenrecherche
Irgendwann habe ich angefangen, meine eigenen Befunde zu sammeln und zu ordnen.
Ich bin kein Mediziner. Ich habe zwei Studienabschlüsse und arbeite beruflich mit Daten — und genau das war das Einzige, was ich beitragen konnte: Werte über die Zeit auftragen, die Beschwerden danebenlegen, Literatur lesen, Fragen formulieren. Über dreizehn Jahre wurde daraus ein ziemlich dicker Ordner.
Die Diagnose, die achtzehn Jahre gefehlt hat
2025 habe ich meine Daten zum ersten Mal vollständig strukturiert: 25 Befunde aus 18 Jahren, daneben die Beschwerden.
Beim Ordnen und Recherchieren habe ich mit KI gearbeitet — als Werkzeug, das große Mengen Literatur durchsucht und Zusammenhänge vorschlägt. Die medizinische Bewertung lag danach bei Ärztinnen und Ärzten, dort wo sie hingehört.
Patient und Analyst
Ich kann nicht diagnostizieren. Aber ich weiß, wie man achtzehn Jahre Daten so aufbereitet, dass ein Arzt in fünf Minuten sieht, worum es geht.
Das ist keine medizinische Qualifikation, sondern eine handwerkliche. Sie ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin — sie macht es besser vorbereitet.
Warum Emivita
Emivita ist das Werkzeug, das ich damals gebraucht hätte.
Was mich antreibt
Ich möchte, dass jemand anders diese achtzehn Jahre nicht braucht.
Nicht ernst genommen zu werden zermürbt auf Dauer mehr als die Beschwerden selbst. Wer mit „Ihre Werte sind in Ordnung" nach Hause geschickt wird, verliert irgendwann die Sprache für das, was er spürt.
Genau die soll Emivita zurückgeben: nicht mehr Meinung, sondern mehr Beleg. Schön, dass du hier bist.
Was Olli wirklich gespürt hat
Alle Werte „im Normbereich“ — und trotzdem dieser Zustand. Fahre über die Punkte (oder tippe sie an).
Seit 2025 kenne ich die Ursache: ein seltener PAX8-Gendefekt, der die Schilddrüse von Geburt an zu klein anlegt. Die ganze Geschichte im Ratgeber →